Historisches Archiv der
Gemeinschaftshauptschule Ründeroth
ehemalige Hauptschule der Gemeinde Engelskirchen
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2008-Schule mit Courage
Geschrieben von hjO   

 



 

zum Pressartikel der OVZ zum Thema Schule ohne Rassismus ...

Seit vielen Jahren hat unsere Schule das Zertifikat: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Lehrer und Schüler einer solchen Schule verpflichten sich, die folgenden drei Anforderungen umzusetzen:

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

  2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, einander zukünftig zu achten.

  3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal jährlich ein Projekt zum Thema Diskriminierung durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Der Titel einer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist nicht nur Anerkennung für Geleistetes, sondern zugleich Verpflichtung auch weiterhin Stellung zu beziehen und für eine gewaltfreie, demokratische Gesellschaft einzutreten. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ muss gelebt werden.

Wir haben uns verpflichtet, nach der Titelverleihung Folgeprojekte zum Themenkomplex „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ an unserer Schule durchzuführen. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund, dass Formen der Ausgrenzung und Gewalt gegen Minderheiten in unserer Gesellschaft zunehmen.

Aktionen

Im Rahmen der Internationalen Woche gegen den Rassismus beteiligen wir uns regelmäßig an Aktionen, die vor Ort die Sensibilität für ein mutiges Eintreten gegen alle Formen der Ausgrenzung und Herabwürdigung von Menschen schärfen sollen.

Als SV-Lehrerin nahm Frau Pabst im November 2007 an einem zweitägigen Qualifizierungsworkshop in Berlin teil und wird nun im Rahmen des Projektes vor Ort zusammen mit der SV Schüler und Lehrer unterstützen, Entwicklungsprozesse an der Schule systematisch auf Stärkung einer Anerkennungskultur und das Gleichwertigkeitserleben von Menschen auszurichten. In diesem Zusammenhang fanden zwei weitere regionale Treffen im Bergischen Land über die Zusammenarbeit der „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ statt.

Zum zweiten Workshop des Projektes „Living Equality“ trafen sich am 1. und 2. März 2008 in Berlin wieder Schüler, Lehrer, Sozialarbeiter, Pädagogen und Psychologen aus dem ganzen Bundesgebiet mit Wissenschaftlern der Universität Osnabrück und der Freien Universität Berlin um ein Qualitätsmanagement für eine „Anerkennungskultur“ in den unterschiedlichen Einrichtungen zu erarbeiten. Zusammen mit Frau Pabst waren auch Kadir Mutlu (Schülersprecher) und Oguz Düzenli als Schülervertreter der Hauptschule Ründeroth nach Berlin gereist. 

   

 

 
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